Montag, 26. September 2011

Strausberg Nord MOL CUP 81 KM von Robert

Da einige Rennfahrer/innen bereits um 13:10 Uhr am Start standen und ich vorher keine Zeit fand mich warm zu fahren, musste ich kalt starten. Der Start wiedermal hektisch und ich hatte wieder das sensationelle Glück weiter hinten zu starten und wieder jemanden vor mir zu haben der seinen Schuh nicht ein klicken konnte. So musste ich notgedrungen schon einige an mir vorbei ziehen lassen. Tja, die Absperrungen und Absprachen der Helfer und der Polizei zum MOL Cup, gaben leider gleich zu Anfang ein Trauerspiel ab. 500 Meter nach dem Start stand ein Transporter auf der Spur, so dass einige Rennfahrer/innen gezwungen waren stark ab zu bremsen und einige, so wie ich auch, mussten auf den Bürgersteig ausweichen. So zog sich der Kuchen (Feld) mächtig auseinander. Die ersten 10 KM brannten richtig in den Oberschenkeln. Dann saugte ich mich an eine dreier Gruppe, die kurze Zeit später auf neun anschwoll. Eine sehr gute Gruppe, im Schnitt zwischen 35 Km/h bis 42 Km/h. Ich konnte mich wieder ein wenig erholen und es rollte sich gut. Es wurde ohne Absprachen gekreist und jeder war so 10 bis 30 Sekunden im Wind. Einfach Toll. Die erste Runde war vorbei, wir fuhren guten Schnittes voran, bis wir an einer Kreuzung wieder super nervig und stressig von stehenden Autos überrascht wurden und der Polizist zu tun hatte andere ankommende Autos zu stoppen. Wir mussten herum zirkeln und verloren dadurch Zeit und die Löcher mussten wieder zugefahren werden. Haben die Streckenposten denn kein Funkgerät, so dass diese wissen wie viel Fahrer/innen noch kommen?! Auch unterwegs, Autos überholen vor Kuppen, in Kurven, drängen ab. Irgendwo habe ich gehört, die rechte Spur gehört den Teilnehmer/innen. So, dass aber nur am Rande, dennoch wichtig, denn es ist Stress für alle Verkehrsteilnehmer/innen um das „Rennen“ herum. Nun zurück, wir fuhren in der Gruppe wieder gemeinsam weiter, ich schob mir gerade einen Riegel rein, als ich merkte wie der Antrieb hakte und dann nicht weiter ging. Ich musste links ran. Ich benötigte fast anderthalb Minuten um den Antrieb wieder flott zu bekommen, denn die Kette hatte sich verhakt. Nun ja, ein wenig dumm angestellt habe ich mich auch, beim nächsten Mal geht es schneller. Nun ging sie los, die Aufholjagd. Zwei KM vor Strausberg Nord war die Gruppe nur noch 100 Meter entfernt, ich wollte gerade auf das große Blatt schalten, da rutschte die Kette runter. Also, rechts ran, Kette rauf, wieder aufs Rad geschwungen und weiter. Ich vernahm gar nichts mehr, nur noch das Rad und ich, weil ich unbedingt wieder an die Gruppe ran wollte. Aus Strausberg raus, wieder großes Blatt, wieder Kette runter. Nun hatte ich aber bereits Übung. Wieder weiter, sah ich wie die Streckenposten schon eingesammelt wurden. Ich bretterte weiter und musste irgendwie an Jens Voigt denken und hatte mächtig Frust wegen der „Defekthexe“ die mich erwischte. Und ballerte was meine Beine hergaben. Dann sah ich in weiterer Ferne drei Fahrer meiner ehemaligen Gruppe. Ich holte auf Meter um Meter, fuhr dann an den dreien vorbei, sie versuchten dran zu bleiben, aber ich fuhr nur noch, wollte die anderen noch einholen. Nun ja, ich kam in Richtung Ziel und wurde vom gesamten BB-Biketeam bejubelt (Das war SUPER!), bis dato wusste ja keiner von meinen Defekt-Pausen. Fazit für mich, ich habe dieses Jahr für mich erkannt, ich bin ein Ausdauerfahrer. Nach dem Zieleinlauf er fuhr ich, das Olaf auch einen Defekt hatte und Marco ihm sofort sein Rennrad gab, die Vorstellung dabei, das der kleine quirlige Olaf dann die letzte Runde im Stehen gefahren ist, da der Sattel für ihn zu hoch war, einfach nur genial. Und dann noch den dritten Platz in der Gesamtwertung des MOL Cups – Glückwünsche an die, die maßgeblich daran beteiligt waren und herzlichen Dank an das gesamte Team für diese Leistung – TOP!
Leider ist einer unser Gastfahrer so schwer gestürzt, dass er ins Krankenhaus musste, auch unsere Rakete Nick flog und stauchte sich die Hand. An euch gute Besserung, auf baldiges Wiedersehen in unseren gemeinsamen Rennen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen